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Das kollaborative Lernsystem K3

Das K3-System ist ein komponentenbasiertes System. Komponentenbasierung stellt einen wichtigen Beitrag für die Strukturierung modularer Systeme dar, sie ermöglicht einen integrativen Bottom-Up-Ansatz der Softwareentwicklung sowie die Integration und Verknüpfung von bereits fertig vorhandenen oder anzupassenden Komponenten. Das aktuelle K3 System besteht aus 3 zentralen Komponenten, nämlich K3forumK3vis  und  K3wiki.

K3System

Die wichtigste Komponente des K3-Systems ist das K3Forum. Alle grundlegenden Funktionalitäten des K3-Systems sind bereit im K3Forum realisiert. Die K3Wiki- und K3Vis-Komponenten wurden nicht direkt in die K3Forum-Komponente integriert, sondern als eigenständige Komponenten entwickelt. Die Vorteile eines derartigen komponentenbasierten Plugin-Konzepts liegen in der Unabhängig von der K3Forum-Hauptkomponente, damit bleibt die Hauptkomponente immer stabil und man kann mit neuer Technologie wie Web 2.0 neue Plugin-Komponente entwickeln. Angedacht sind z.B. synchrone Komponenten wie Chats, neue Visualisierungsanwendungen, neue Benachrichtigungssysteme für Kursteilnehmer und externe Retrieval- und Summarizing-Funktionen.


K3 als Open Source

K3 wird derzeit als Open Source-Software unter der LGPL Lizenz bereitgestellt und bietet gute Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.

  • Alle Komponenten des K3-Systems auf der J2EE-Architektur basieren, kann der Source Code leicht eingesehen und einfach nachvollzogen werden. Dies erleichtert die Weiterentwicklung durch externe Entwickler, zumal der K3-Sourcecode gut dokumentiert ist. Als Entwicklungswerkzeug wurde Eclipse verwendet. Für die J2EE-Entwicklung wurde ein kostenloses Eclipse-PlugIn, Lomboz genutzt. JBoss ist ein funktionale mächtiger und kostenlos erhältlicher Java EE Server.
  • Als Open-Source-Entwicklung bietet K3 insgesamt gute Möglichkeiten für die Installation und den Betrieb durch weitere Bildungsanbieter. Erfahrungen mit Datenbanken und Jboss vorausgesetzt, genügt es zunächst vor Ort die Datenbank und JBoss zu installieren und zu konfigurieren, Anschließend muss nur noch der K3-Quellcode vom CVS Server heruntergeladen werden.
  • Es wird noch eine weitere relativ einfache Möglichkeit für die Installation angeboten. Man kann ein vorkompiliertes K3-System-Paket, das nicht nur den K3-Quellcode, sondern auch die Datenbank und den Java EE Server enthält, herunterladen. Das K3-System wird dann automatisch installiert. Diese Installationsmöglichkeit wurde bisher nur unter Suse und Redhat getestet, die Lauffähigkeit unter anderen Betriebssystemen ist nicht sicher gestellt.
  • Für die Installation und die Verwendung des K3-Systems ausserhalb von Konstanz wird zudem eine K3-Dokumentation bereitgestellt.

Aktuelle Anwendungen des K3-Systems

Das K3-System ist als kollaboratives Lernsystem bislang vielseitig verwendet und in vielen Kursen eingesetzt worden. Seit dem Jahr 2004 wird K3 an der Universität Konstanz im Routinebetrieb eingesetzt und hat sich als sehr stabil erwiesen. K3 wird auch als Portal für andere Universitäten, wie die HU-Berlin und die Universität Zürich bereitgestellt. Im August 2006 hat die Universität Hildesheim ein neues, eigenständiges K3 Portal eingerichtet. Die Universitäten Wien und Saarbrücken wollen auch eigene K3-Portale einrichten.

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